Erasmus-Gymnasium Logo Mobile

Hacker, Konzerne und Freunde: Gefahren für persönliche Daten im Internet

Ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten im Internet bzw. deren Schutz ist für Schülerinnen und Schüler in der heutigen Zeit mit stark gestiegener Mediennutzung von großer Bedeutung und sollte daher auch ein Teil der Medienerziehung durch die Schule sein. In einem Vortrag mit dem Titel „Hacker, Konzerne und Freunde: Gefahren für persönliche Daten im Internet“ wurden die Schülerinnen und Schüler der Jgst. 7-12 am Donnerstag, 18.03.2021, für dieses Thema sensibilisiert.

Prof. Dr. Andreas Aßmuth, Professor für Rechnernetze und Mathematik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, war dankenswerterweise bereit den Vortrag gleich dreimal zu halten, um auf die jeweiligen Jahrgangsstufen speziell einzugehen und den Schülerinnen und Schülern durch eine geringere Teilnehmerzahl eine bessere Interaktionsmöglichkeit zu bieten.

Ausgehend von der enormen Zunahme an Datenverkehr im Internet in den letzten knapp 30 Jahren wurde der Fokus des Vortrags auf die Gefahren für personenbezogene Daten gelegt.

Im ersten Teil ging es um die Bedrohung durch Hacker und wie diese (einfach aufgebaute) Passwörter über den Hashwert knacken können. Noch leichter können Passwörter oder sogar der Zugriff auf ganze Geräte über Phishing-Mails oder manipulierte Apps in falsche Hände gelangen. Das Beispiel einer (gefälschten) Corona-App, die nahezu einen Vollzugriff auf das komplette Handy erhalten wollte, war besonders eindrucksvoll.

Der zweite Teil widmete sich dem Geschäftsmodell großer Internetfirmen wie Google, Facebook, Youtube oder Instagram. „Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du das Produkt“, so die eindringliche Mahnung von Prof. Aßmuth.

Da nahezu jeder ein Smartphone besitzt, Dienste nutzt und ständig im Internet ist, versuchen die Firmen über Profiling gezielte Werbung zu schalten, über welche sie dann Geld verdienen. Zudem sei das Ziel der Firmen den Benutzer möglichst lange im System zu halten, um noch mehr Werbung unterbringen zu können. Hier spielen insbesondere Likes (Glücksgefühle) und empfohlene Beiträge/Videos eine große Rolle. Gerade letzteres sei im Hinblick auf die Meinungsbildung sehr bedenklich, da der Nutzer nur Content erhält, die dessen Meinung verstärkt (z.B. bei Corona-Leugnern).

Professor Aßmuth zeigte anschließend eine Studie, die überraschenderweise belegt, dass die Digitalisierung keinen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat. Dazu tragen insbesondere auch negative Eigenschaften sozialer Medien bei. Im dritten Teil des Vortrags ging es daher um das Thema „Freunde“. So könne eine vermeintliche Freundschaft im Internet schnell in das Gegenteil umschlagen. Insbesondere sei teilweise gar nicht klar, wer hinter dem angezeigten Namen steckt. Wie schwer Strafverfolgung durch diese Anonymität ist und welche Folgen Cybermobbing auf den Menschen hat, zeigt der Vortragende anhand von drei drastischen Beispielen (Renate Künast, Amanda Todd und Megan Meier).

Zum Abschluss gab er noch Tipps für den Schutz persönlicher Daten und beantwortete die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Vielen Dank an Prof. Aßmuth für die sehr informativen Vorträge und die vielen Informationen zu den Gefahren für persönliche Daten im Internet.

Top