Auf Kul:Tour mit dem P-Seminar Deutsch
Nachdem wir uns in den P-Seminarstunden ausgiebig mit verschiedenen deutschen Städten und ihren unterschiedlichen Kulturszenen auseinandergesetzt und uns schließlich einstimmig für Leipzig als Reiseziel entschieden hatten, konnten wir nun endlich – begleitet von unserer Kursleiterin Frau Häusler und Frau Füger, die sich netterweise bereit erklärt hatte, uns zu begleiten – die lang geplante Leipzigfahrt antreten.
Pünktlich um 6:40 Uhr (oder doch eher unpünktlich um 6:45 Uhr :)) trafen wir uns am Bahnhof und starteten unsere Fahrt. Nachdem wir endlich in Leipzig angekommen waren, brachten wir zunächst unser Gepäck ins Hostel und die zwei Tage voller Kultur konnten offiziell beginnen. Zuerst sahen wir uns auf dem MDR-Turm Leipzig von oben an. Anschließend erkundeten wir die wunderschöne Leipziger Innenstadt, inklusive der berühmten Nikolaikirche, in der mit den Friedensprotesten und Montagsdemonstrationen im Jahr 1989 die Friedliche Revolution in der DDR ihren Anfang genommen hatte.
Nach einem kurzen Mittagessen besichtigten wir das Panometer mit einer faszinierenden Antarktis-Ausstellung des bekannten Panoramakünstlers Yadegar Asisi. Nach diesem gedanklichen Ausflug in eisige Gefilde ließen wir uns von der stechenden Sonne vor dem Völkerschlachtdenkmal noch ein wenig brutzeln. Kurz bevor wir alle in das davor liegende Becken gesprungen wären, brachen wir wieder zu unserer Unterkunft auf und kühlten uns stattdessen dort ein wenig ab.
Anschließend genossen wir ein idyllisches Picknick im schattigen Stadtpark und begaben uns zum Highlight des Tages: zum Schauspielhaus Leipzig. Dort wurde im Rahmen des Festivals der Theaterclubs auf der kleinen Nebenbühne „Diskothek“ das Stück „Drive in“ aufgeführt. Fasziniert von der modernen und gesellschaftskritischen Inszenierung ließen wir den Abend entspannt unter den Lichtern der berühmtesten Leuchtreklame Leipzigs – der „Löffelfamilie“ - in einer Bar an der Karl-Liebknecht-Straße ausklingen.
Am zweiten Tag besichtigten wir nach einem gemeinsamen Frühstück das Museum für Druckkunst im Leipziger Westen. Dort erfuhren wir viel über die Geschichte des Buchdrucks und durften am Ende sogar unsere eigenen Souvenirs drucken. Nach einem Mittagessen mit Venedig-Flair stand leider schon unser letzter Programmpunkt an: Die „Viva Frida Kahlo“-Ausstellung im Kunstkraftwerk, wo wir in eine farbenfrohe Welt voller beeindruckender, interaktiver Kunst eintauchten, zugleich aber auch viel über die bewegende Lebensgeschichte der Künstlerin lernten.
Nach dreieinhalb Stunden Deutsche-Bahn-Chaos kamen wir müde, aber glücklich und bereichert von den vielen Kultureindrücken wieder in Amberg an. Nun könnt ihr mit dieser Diashow die Reise noch einmal miterleben. Wir wünschen viel Spaß!
