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Römischer Spott trifft Meme-Kultur – Die 9. Klasse entdeckt Martial neu

Dass Latein alles andere als „verstaubt“ sein muss, zeigte die Klasse 9a im Rahmen des Lateinunterrichts bei der Beschäftigung mit dem römischen Epigrammatiker Martial. Der Dichter, der vor rund 1900 Jahren lebte, ist bekannt für seine pointierten, oft bissigen Kurzgedichte, in denen er Menschen, Verhaltensweisen und gesellschaftliche Missstände seiner Zeit aufs Korn nimmt.

Martials Epigramme leben von Spott, Ironie und überraschenden Pointen. Mit scharfem Blick kommentiert er Themen, die schon in der Antike aktuell waren: Eitelkeit, Erbschleicherei, schlechtes Benehmen oder menschliche Schwächen aller Art. Dabei wurde schnell deutlich, dass viele seiner Beobachtungen auch heute noch erstaunlich vertraut wirken.

Um die Texte nicht nur zu übersetzen und zu interpretieren, sondern auch kreativ weiterzudenken, übertrugen die Schülerinnen und Schüler Martials Humor in die Gegenwart: Sie entwarfen eigene Memes zu ausgewählten Epigrammen. So wurden antike Pointen in moderne Bildsprache übersetzt – mit viel Einfallsreichtum, Witz und einem sicheren Gespür dafür, wie Humor heute funktioniert.

Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Martials Spott auch nach fast zwei Jahrtausenden nichts von seiner Wirkung verloren hat. Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass sich viele Themen menschlichen Zusammenlebens kaum verändert haben – und dass auch die Art, Witze pointiert zu verpacken, damals wie heute bestens funktioniert.

So wurde der Lateinunterricht zu einer spannenden Begegnung zwischen antiker Literatur und digitaler Alltagskultur: Martial hätte an den Memes ganz sicher seine Freude gehabt!

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