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Deutsch-tschechisches EDU Camp in Franzensbad/Tschechien vom 7.10. bis 10.10.25

Am 7.10. trafen sich 15 gut gelaunte Schüler der 10. Klassen am Amberger Bahnhof, um mit dem Zug nach Tschechien zu fahren und dort vier Tage im EDU Camp zu verbringen, begleitet von Herrn Clemens, Frau Schön und Frau Renner. Das Camp war ein Treffpunkt von 15 Schülern des EGs und 15 tschechischen Schülern einer Schule in Hradec Králové (Königgrätz), während dem fast ausschließlich Englisch gesprochen wurde. Geplant war eine Projektarbeit zu drei Themen in Gruppen mit jeweils zehn deutschen und zehn tschechischen Schülern.

In Franzensbad kamen wir nach mehreren Umstiegen am Nachmittag an. Bei dem halbstündigen Fußmarsch zum Campingplatz, der direkt an einem See liegt, bekamen wir gleich einen ersten Eindruck der Stadt, die mit ihren gelben Villen und den bunten Herbstblättern an den Bäumen wirklich unfassbar schön aussah. Am Campingplatz angekommen, gab es erst ein Mittagessen, dann bezogen wir die beheizbaren Holzhütten, die sich immer Deutsche und Tschechen teilten. Im Anschluss gab es einige Kennenlernspiele.

Der zweite Tag war für alle Gruppen der „Exkursionstag“: Die Geschichtsgruppe begann den Tag zunächst in Cheb mit einer Museumsführung und einer anschließenden Stadtführung, die zeigte, wie wichtig Cheb einst war. Nach einer kurzen Mittagspause setzte die Gruppe ihre Exkursion in Franzensbad fort: Bei einer Stadtführung mit einem Dolmetscher und der Historikerin Dr. Ulrike Zischka erfuhr man einiges über die Bäderärzte und ihre Arbeit. Dr. Zischka pflegt zu vielen Nachfahren dieser Ärzte persönlichen Kontakt, wie sie bei einer abschließenden Fragerunde erzählte.

Die Biologie- und Geografiegruppe machten zunächst eine Führung im Naturschutzgebiet Soos, einem Moor- und Torfgebiet, das bekannt ist für seine Mineralquellen und Schlammvulkane. Danach gab es Aufgaben rund um die Wirkung und die Anwendungsmöglichkeiten des bekannten Franzensbader Heilwassers. Übrigens gibt es in Franzensbad über 20 anerkannte Heilwasserquellen. Die Geografiegruppe beschäftigte sich im Folgenden mehr mit der Entstehung der Region und mit den Auswirkungen der Heilquellen auf die Stadt und ihre Bewohner. Franzensbad wurde aufgrund der Heilquellen gegründet, das bedeutet, es gab davor kein Dorf an der Stelle, wo sich heute die Stadt befindet.

Am vorletzten Tag arbeiteten vormittags alle Gruppen an ihren Präsentationen, nachmittags gab es eine Wanderung zum Kammerbühl, der einst ein Vulkan war. Bekannt wurde er unter anderem dadurch, dass Johann Wolfgang Goethe sich an der Erforschung beteiligte.

Am letzten Tag machten wir uns nach dem selbst zubereiteten Frühstück auf in die Franzensbader Grundschule. Von dort aus gingen wir weiter in die Bibliothek der Stadt, wo wir den anderen EDU-Camp-Teilnehmern unsere Ergebnisse präsentierten. Es war interessant zu erfahren, was die anderen Gruppen alles unternommen haben. Und beeindruckend war auch, wie gut wir eigentlich schon Englisch können. Die letzte gemeinsame Mahlzeit gab es in der Schulkantine, dann marschierten wir mit dem Gepäck zum Bahnhof, wo wir uns voneinander verabschiedeten und jeder in seinen Zug heimwärts stieg.

Alles in allem waren es vier sehr interessante, aufregende und wunderbare Tage. Wir haben unheimlich nette Menschen aus einem Land kennengelernt, dass von uns gar nicht so weit weg ist, und haben eine Menge erlebt, nicht nur während der Exkursionen. So schnell wird dieses Erlebnis sicher niemand vergessen!

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