Ciao Italia! Unsere Woche in Desenzano del Garda
Kaum hatte das Schuljahr begonnen hieß es für uns auch schon wieder ab in den Süden: Vacanza in Bella Italia!
Am Donnerstag, den 25. September stiegen wir also bei strömenden Regen in den Bus in Amberg und stiegen bei strahlendem Sonnenschein in der verträumten Kleinstadt Desenzano del Garda an der Südseite des Gardasees, die auch die Partnerstadt vom Amberg ist, wieder aus. Natürlich durfte die obligatorische Zwischenpause beim schönsten Schachtelwirt Österreichs nicht fehlen!
Nachdem wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und nach der feinen „Dolce Vita“-Art verköstigt wurden, verbrachten wir den Abend in unseren Gastfamilien.
Am Tag darauf war der erste Programmpunkt eine offizielle Begrüßung in der Schule und eine Vorstellung des Wochenprogramms. Danach ging es gleich in den Unterricht, für uns standen Deutsch und Französisch auf dem Stundenplan. Nach einer von den besten Leckereien Italiens gefüllten Mittagspause sind wir zur Weinkellerei Cantine Ca’dei Frati in Lugana Di Sirmione gefahren und haben uns dort die verschiedenen Schritte der Weinherstellung angesehen. Anschließend haben wir die naheliegende Burg am Fluss Mincio bewundert.
Samstags ging es dann anstatt in die Schule (ja, am Liceo Di Bagatta, unserer Austauschschule, haben die Schüler auch samstags Unterricht!) in die recht unbekannte, aber auch sehr unterschätzte Stadt Padua. Auch wenn wir diesen Ausflug aufgrund der regnerischen Wetterlage frühzeitig beenden mussten, blieb uns die Stadt nur mit positiven Eindrücken über ihre kunstvolle „Cappella degli Scrovegni“ und der beeindruckenden Basilika in Erinnerung.
Am Sonntag stand uns der Tag frei zur Verfügung, um Zeit mit unseren Gastfamilien zu nutzen. Während die einen die Stadt besuchten, um etwas über Kultur und Geist von Desenzano zu lernen, ging es für einige andere in das nahegelegene „Gardaland“. So oder so kann man sagen, dass beim gemeinsamen Zusammentreffen abends nur so von den Ereignissen geschwärmt wurde und keiner enttäuscht blieb.
Voller Erwartungen ging es für uns am nächsten Tag nach Mailand, oder auch Milano. Die Stadt bot uns einen atemberaubenden Kontrast zwischen moderner Architektur im Stadtteil „CityLife“ und dem historischen Zentrum mit dem Dom und der Galleria Vittorio Emanuele. Durch ihre Modehäuser wie zum Beispiel Prada, Chanel oder Gucci erfüllte die Stadt zweifellos ihr Klischee als Stadt des Luxus und der Mode.
Nachdem wir uns am Dienstag erneut an zwei Unterrichtsstunden beteiligen durften, ging es für uns zum Hafen unserer Partnerstadt, um dort den wöchentlichen Markt zu besuchen. Mit unserer Ausbeute stiegen wir kurz darauf auf ein Boot, um in die nahegelegene Stadt Sirmione überzusetzen. Die Stadt bietet neben der schönen Altstadt und der Grotte des Catull auch eine weitreichende Auswahl an Eisdielen. Das Eis in der Stadt ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, zumal jeder unserer deutschen Schüler den sehr überteuerten „Touristenpreis“ zahlen musste.
Unser letzter Ausflug führte uns am Mittwoch nach Verona - durch Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ auch bekannt als die Stadt der Liebe. Und dank ihrer alten Architektur mit den aufwändig gestalteten Hausfassaden, ist die Stadt wahrlich zum Verlieben und bot uns sehr viel mehr als nur den berühmten Balkon in der Casa di Giulietta. Abends ließen wir unsere Fahrt ins schöne Italien gemütlich ausklingen mit einem gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria.
Rückblickend kann man sagen, dass wir dank dieses Ausflugs nicht nur Erinnerungen, sondern auch Bekanntschaften fürs Leben gewonnen haben - ganz abgesehen von den vielen neuen sprachlichen Kenntnissen. Wir alle freuen uns schon sehr darauf, unsere Italiener im April bei uns in Deutschland wieder begrüßen zu dürfen.

