Ein Tag im alten Rom
Am 27. und 28. Februar, hießen wir, die Teilnehmer des P-Seminars Latein, etwa 80 Schüler und Schülerinnen aus der Max-Josef-Schule, sowie aus der Montessorischule in der Eingangshalle des EGs willkommen. Das Anliegen unserer zahlreichen Gäste: eine Reise durch das alte Rom zu erleben.
Nachdem wir unser Projekt für das P-Seminar Latein in regelmäßigen Treffen über mehrere Wochen und Monate hinweg sorgfältig geplant hatten, war der Tag endlich gekommen, an dem wir unsere Ergebnisse vorstellen sollten. Den Ablauf unseres Projektes hatten wir uns alle eingeprägt. Ein Tagesablauf mit sechs Stationen, der den Kindern aus den vierten Klassen einen Einblick in den Alltag des alten Roms geben soll.
Mit (meist) leserlichen Namensschildern bestückt, die Kärtchen für unsere jeweiligen Stationen in den Händen, fanden wir uns vor den ersten neugierigen Grundschülern wieder. Nach einer kurzen Begrüßung von unserem Schulleiter und der Einteilung der Schüler in Gruppen mithilfe von nummerierten Steinchen, die die Symbole auf unseren Kärtchen widerspiegelten, ging es auch schon los.
In Begleitung der fiktiven Römerkinder Marcus und Cornelia begann die Reise der Grundschüler am Morgen, Station 1, wo sie mehr über die traditionelle Kleidung der alten Römer, die Toga, erfahren durften. Anprobiert wurde diese natürlich auch, wobei der lange Stoff geschickt von den Gruppenleitern gewickelt wurde. So wurde eine authentische Darstellung der Mode der Vergangenheit zum Vorschein gebracht. Der Moment wurde mit einem Polaroid-Bild festgehalten, was den jeweiligen Kindern als Andenken mitgegeben wurde.
Am Vormittag, also Station 2, begaben sich Cornelia, Marcus, und die Grundschüler in bekanntes Terrain. Die Schule. Allerdings nutzte man damals nicht Füller und Heft um Notizen festzuhalten, sondern eine Wachstafel und den dazugehörigen Griffel. So brachten die Gruppenleiter den Grundschülern erste lateinische Begriffe wie „servus“ bei, welche diese daraufhin in das Wachs einritzen durften. Mehrere der handgemachten Wachstafeln wurden den Lehrerinnen der Grundschüler am Ende des Tages mitgegeben.
Station 3, der Mittag, befasste sich mit dem wohl meist bekannten Thema des alten Roms: den Göttern. Hier konnten die Grundschüler ihrem kreativen Geiste freien Lauf lassen und, nach einer kompakten Einführung in die Götterwelt, ihren eigenen Gott kreieren. Mit den Malvorlagen wurden einzigartige Kunstwerke geschaffen, die leicht mit echten römischen Göttern verwechselt werden konnten. Ihre Kreationen durften die Kinder natürlich behalten.
Nach dem Mittag folgt bekannter Weise der Nachmittag, Station 4, der ein weiterer Wegpunkt des Wissens für unsere Gäste und deren römische Begleiter war. Das antike Rom begeisterte vor allem durch seine imposanten Bauwerke, wie das Kolosseum, was die Gruppenleiter den Kinder unter anderem durch sogenannte „Bandolinos“ nahe brachten. Mit einem Faden versuchten die Grundschüler, Bilder von bekannten Gebäuden mit deren entsprechenden Namen zu verbinden und das richtige Muster entstehen zu lassen. Die Lösung des Musters befand sich auf der Rückseite des Bandolinos. Die Bandolinos erwiesen sich nicht nur als eine kreative Art des Lernens, sondern auch als eine Menge Schneidarbeit für das P-Seminar im Vorfeld. Auch diese wurden den Schülern mitgegeben.
Bei Anbruch der Dunkelheit erreichten Cornelia und Marcus mit unseren Gästen Station 6, den Abend. Hier wartete eine typisch römische „Cena“, was „Abendessen“ auf Latein bedeutet, auf sie. Beköstigt wurden sie mit selbst gebackenem Brot, einer Knoblauchcreme, einer Zucchinipaste, Quarkbällchen (genannt „Globuli“), und natürlich Traubensaft als Wein-Ersatz. Hierbei durften es sich die Schüler auf Liegen gemütlich machen und sich von den temporären Sklaven, den Gruppenleitern, bedienen lassen. Als am Ende des Tages etwas von der „Cena“ übrig blieb, setzten wir uns tatkräftig dafür ein, dass nichts weggeworfen werden musste.
Zuletzt besuchten die Grundschüler den SMV-Raum, den Aufenthaltsort der Station 6, die Nacht. Eingetaucht in die Traumwelt, wurde den Schülern durch eine fiktive Geschichte der Aspekt von Gladiatorenkämpfen beigebracht. Hierbei durften sie ihre schauspielerischen Fähigkeiten beweisen und in die Rolle der Charaktere in der Geschichte schlüpfen. Mit der Hilfe der Gruppenleiter entstanden hier faszinierende Szenen, die nicht selten zum Schmunzeln anregten. Nach einem kleinem Quiz bekamen die Kinder zur Belohnung einen Schokoladen-Goldthaler mit dem Aufdruck unseres Schullogos.
Nachdem alle Kleingruppen bei jeder Station waren, versammelten wir uns und bedankten uns für ihr Kommen, sowie für die gelungene Zusammenarbeit. Sobald sie sich auf dem Pausenhof ausgetobt hatten, verließen die Grundschüler das Schulhaus mit ihren Taschen voll mit jeglichen Andenken and ihre Reise durch einen Tag im alten Rom.
Dem Feedback der Kinder nach zu urteilen, das sehr positiv ausfiel, war unser Römertag ein voller Erfolg. Doch nicht nur unsere Gäste hatten Spaß, sondern das Projekt hat auch uns zwei Tage Abwechslung vom normalen Schulalltag gegeben, und wir haben gelernt, wie es sein kann, mit Kindern zu arbeiten. Somit konnten wir einen guten Einblick auf eine mögliche Berufswelt erhaschen. Auch konnten wir den Grundschülern eine Vorschau für das Fach Latein am EG bieten.
Abschließend können wir sagen, dass unser Projekt sowohl gelungen ist, als auch allen Beteiligten Spaß gemacht hat. In diesem Sinne: Valete!









