+++ Die SMV freut sich über eine Kleiderspende für Flüchtlinge!! +++  +++ Herzliche Einladung zu unserem Weihnachtskonzert am 20.12.2017 im ACC (Infomationen) +++

Aktuelles

Wie die Jahre zuvor wurde an unserer Schule auch dieses Jahr kurz vor Weihnachten wieder die „Aktion Pomoc“ durchgeführt. Dabei konnten die Schüler Päckchen für bedürftige Kinder aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina packen. Organisiert wurde alles vom Arbeitkreis Pomoc, der in den Pausen die Faltkartons ausgegeben, die fertigen Pakete wieder eingesammelt und zur Abgabestelle gebracht hat.

Insgesamt wurden 153 Weihnachtsgeschenke abgegeben, womit ein neuer Schulrekord aufgestellt wurde! Die Klasse 8b war mit 38 Päckchen deutlich die Siegerklasse und darf sich in der letzten Schulwoche über einen Wandertag freuen. Gefolgt wurde die 8b von der Klasse 6a (17 Päckchen) sowie der 5a und 6c (jeweils 15 Päckchen).

Der Pomoc-AK bedankt sich sehr herzlich bei allen, die zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen haben und würde sich sehr freuen, wenn die Beteiligung auch nächstes Jahr wieder so groß wäre.

Christina Kergl (Q11)

Pomoc2017

Akos Doma liest aus seinem aktuellen Roman „Der Weg der Wünsche“

Derzeit ist viel die Rede davon: von Flüchtlingen, Flüchtlingskrise und Flüchtlingspolitik, von Fluchtursachen und Fluchtwegen. Nur wenige Schülerinnen und Schüler haben jedoch unmittelbar Kontakt zu Menschen, die emigriert sind, und beziehen ihre Informationen weitgehend aus den Medien. Umso interessanter also, wenn man einmal die Möglichkeit hat, jemandem zuzuhören, der selbst ausgewandert ist und Flucht zu einem literarischen Thema gemacht hat.

Jedoch – so stellte Akos Doma zu Beginn seiner Lesung am Mittwoch, 29.11.2017, am Erasmus-Gymnasium klar – habe sein Buch nichts mit der aktuellen Situation in Europa zu tun. Vielmehr erzähle der Text von der Migration einer Familie aus dem sozialistischen Ungarn nach Deutschland und zwar Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Autor machte auch kein Geheimnis daraus, dass sein Roman zu großen Teilen autobiographisch ist. Denn Doma ist gebürtiger Budapester und als Kind mit seiner Familie vor dem Kommunismus geflohen. Der „Weg der Wünsche“ verlief von Ungarn nach Italien, weiter über England und zuletzt nach Deutschland.

So war die Zuhörerschaft aus der Q11 und Q12 gespannt auf die Ausführungen des Autors, zumal dieser eine Gemeinsamkeit mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern teilt: Doma hat nach seiner Auswanderung einige Jahre das Amberger Erasmus-Gymnasium besucht und dort sein Abitur gemacht. Heute lebt er zusammen mit seiner Familie in Eichstätt als Schriftsteller und Übersetzer aus dem Ungarischen.

AkosDoma17

Die Kapitel, aus denen der Autor vortrug, kreisten vor allem um die sechzehnjährige Borbála, die ältere Tochter der vierköpfigen Familie und Schwester des jüngeren Misi, dem Alter Ego des Romanschreibers. Konzentriert hörten die Schülerinnen und Schüler zu und erlebten im „Kopfkino“ mit, wie sich Borbála im Flüchtlingslager in Italien zum ersten Mal verliebt. Und zwar in einen, ein paar Jahre älteren jungen Mann. Dieser allerdings wird als eine etwas zweifelhafte Figur beschrieben und bald schon ahnt man, dass es dieser moderne Mephisto mit dem Mädchen vielleicht doch nicht so gut meint, wie man anfangs glauben möchte.

Doma gelang es durch seinen gekonnten Vortrag für volle Aufmerksamkeit zu sorgen. Und er vermittelte einen Eindruck vom Leben und Alltag auf der Flucht. Mehr noch aber erzählte er in einer klaren, immer aber poetischen Sprache von einem starken, selbstbewussten Mädchen, das eine menschliche Prüfung zu bestehen hat und dabei erwachsen wird.

Dass die Romanauszüge bei der Schülerschaft gut ankamen, verwundert nicht: Schließlich stand Domas dritter Roman 2016 auf der Longlist der Deutschen Buchpreises – ein Ritterschlag für jeden Autor!

Beim anschließenden „Werkstattgespräch“ schilderte Doma, wie er für seinen Roman recherchierte. Dafür fuhr er z.B. die damalige Fluchtroute noch einmal ab, um seine Erinnerungen aufzufrischen und verschiedene Stationen zu fotografieren. Auch gewährte er überraschende Einblicke in das Leben eines Autors. So war es sicherlich für nicht wenige Schülerinnen und Schüler neu zu erfahren, wieviel – oder besser:  wie wenig - letztlich von dem Geld, das man für ein Buch bezahlt, beim Schriftsteller ankommt. Und Doma offenbarte, wie er als Migrant immer wieder von vorne anfangen und in jedem Land eine neue Sprache lernen musste.  Als er vierzehnjährig in Amberg ankam, sprach er kein Wort Deutsch. Dass der heute 54-Jährige als ein preisgekrönter deutschsprachiger Schriftsteller auf die Lesebühne treten und das Publikum mit seinen Texten begeistern kann, zeigt: Akos Doma ist seinen Weg erfolgreich gegangen und in der deutschen Literatur glücklich angekommen!

StD Florian Häusler

 

 Chemie für die Nacht – wenn Moleküle anfangen zu leuchten

 DunkleJahreszeit17

Aufbauend auf die in unseren Chemiekursen in der 11. Jahrgangsstufe  behandelten Aspekte zum Thema „Farbstoffe“ stellte am 5.12.17. Dr. Christian Ehli vom Lehrstuhl für physikalische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg den beiden  Kursen unserer Oberstufe diverse Sachverhalte rund um „leuchtende Moleküle“ vor.

In kurzweiligen 90 Minuten erklärte unser kompetenter Referent nach einer kurzen Wiederholung der molekularen Grundlagen von  Farbigkeit ausgehend von verblüffenden Versuchen mit Puddingpulver, Tonic-Water, Absperrbändern und  Schweineleber, worauf  Phänomene wie Fluoreszenz, Phosphoreszenz und Chemolumineszenz   beruhen.  Abschließend erfuhren wir, dass einem sogar beim Öffnen eines Briefumschlags im wahrsten Sinne des Wortes ein - wenn auch nur sehr kurzes und schwaches - Licht aufgehen kann, das auf Tribolumineszenz beruht.

Es zeigte sich auch hier wieder einmal, dass Chemie eine Wissenschaft ist, die unseren Alltag weitaus mehr tangiert als es vielen Menschen auf den ersten Blick bewusst wird.

Umso wichtiger ist es, dass auch an einem sprachlichen Gymnasium wie dem EG seit Jahren regelmäßig Oberstufenkurse in Chemie angeboten werden, um unsere  angehenden Abiturienten in die Lage zu versetzen, ihre Umwelt zu verstehen und um sie für ein - gegebenenfalls erfolgreiches - naturwissenschaftliches Studium zu motivieren

M.Auernhammer

In diesem Schuljahr bietet das Erasums-Gymnasium zum ersten Mal einen Kurs in Selbstbehauptung für Schülerinnen der 7. und 8. Klassen an. Die Schule möchte im Zuge des ganzheitlichen  Bildungsauftrags Schülerinnen und Eltern für Selbstbehauptung und Sicherheit sensibilisieren. 30 Schülerinnen nehmen an diesem freiwilligen Angebot teil. Im Vorfeld fand für interessierte Eltern ein Vortrag von Kursleiter Klaus Inderst zum Thema „Wie schütze ich mein Kind vor Gewalt“ statt.

Im sechsstündigen Kurs lernen und üben die Schülerinnen Fertigkeiten für den Ernstfall. Dabei ist vor allem die Stärkung des Selbstbewusstseins wichtig, aber auch das Erkennen und Vermeiden von gefährlichen Situationen oder richtiges Verhalten

Selbstverteidgung

Lebendiges Englisch mit dem britischen Schauspieler Jim Wingate

Lachend und mit frohen Gesichtern verließen die EG-Schüler das Klassenzimmer. Mit seinen zahlreichen Geschichten war es in den 45 Minuten zuvor dem britischen Storyteller Jim Wingate gelungen, die Schüler für kurze Zeit aus dem Schulalltag in die zauberhafte Welt traditioneller Geschichten zu entführen. Mit wenigen Requisiten, aber umso mehr überzeugender Gestik und Mimik, trug der Schauspieler in jeder Jahrgangsstufe mündlich überlieferte Sagen und Märchen aus aller Welt in englischer Sprache vor. Einige davon waren bereits mehrere tausend Jahre alt.

Der sympathische und lustige 67-jährige begrüßte zu Beginn jeden einzelnen Schüler per Handschlag an der Tür mit: "Hello, I'm Jim. What's your name?". Anschließend folgten spannende, aber auch nachdenkliche Geschichten, die thematisch immer dem Alter der Zuhörer angepasst wurden. Selbst Sprachanfänger verstanden Jim ohne Probleme. Dabei übernahmen die Schüler häufig kleinere Rollen und wurden in die Erzählungen integriert. Stellenweise mussten auch Lehrer in die Rolle eines "strange old man"  schlüpfen oder Lehrerinnen als "beautiful young lady" einspringen.

"Die Zeit verging für uns viel zu schnell", bemerkten viele der Gymnasiasten nach der Vorführung,  als Jim sich schließlich wieder von seinen begeisterten Zuhörern mit einem Händeschütteln verabschiedete.

Markus Spörer

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